Fotoausstellung: Menschen auf der Flucht

© Amnesty International

Fotoausstellung von Amnesty International und Magnum Photos zum weltweiten Flüchtlingsschutz.

Sie erlaubt einen Einblick in die individuellen, alltäglichen Geschichten von geflüchteten Menschen: Was heißt es, auf der Flucht zu sein? Was bedeutet es, gesellschaftlicher Umwälzung, Bedrohung und Tod zu begegnen und gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen?

Dabei handelt es sich um eindrucksvolle Bilder aus allen Teilen der Welt: von Syrien, Irak und Libyen über Vietnam, Hongkong und  Russland bis hin zur Türkei, Griechenland, Österreich und Frankreich.  Die Fotos zeigen  Momentaufnahmen der Flucht, aber auch, wie diese zum neuen Lebensalltag wird und Notlösungen zum Dauerzustand werden.

Durch die unterschiedlichen Zeitpunkte und auch Orte der Motive zeigt die Fotoausstellung, dass Flucht seit 70 Jahren ein gegenwärtiges Thema darstellt und sich die Gegebenheiten in den letzten sieben Jahrzenten  global gesehen kaum geändert haben.

Damals wie heute haben Fotografinnen und Fotografen vor Ort die Ereignisse dokumentiert. Die vorliegende Auswahl von Fotografien greift die folgenden Themen auf: Krieg und Chaos, Suche nach Sicherheit, Leben in Unsicherheit, Mauern und Zäune, Leben von Tag zu Tag und geteilte Verantwortung.
Mit Arbeiten von Chien-Chi Chang, Werner Bischof, David Seymour, Thomas Dworzak, u.a..

Vernissage Donnerstag, 01. Februar 2018, 18:30 Uhr

Die Ausstellung ist von 01. Februar 2018 bis 20. März 2018 zu sehen
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr
vhs Wiesbaden, Foyer Gebäude A, Alcide-de-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

 

Radiosendung am 20. Januar 2018: Erfolge der Menschenrechtsarbeit im vergangenen Jahr

© FreeImages.com/Petr Kratochvila

© FreeImages.com/Petr Kratochvila

Erfolge der Menschenrechtsarbeit im vergangenen Jahr

Wie jedes Jahr nutzen wir unsere erste Sendung, um die Erfolge der Menschenrechtsarbeit des vergangenen Jahres vorzustellen.  Positive Nachrichten, die Mut machen, sich weiter für die Menschenrechte einzusetzen.

Intersexualität: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Einführung eines dritten Geschlechts im Geburtenregister im November war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der Rechte intergeschlechtlicher Menschen in Deutschland.

Friedliche Machtwechsel in Westafrika: In Westafrika gab es seit 2012 mehrere friedliche Machtwechsel. So auch Anfang 2017 in Gambia und vor einigen Wochen in Liberia. Verschweigen darf man allerdings nicht, dass die abgewählten Herrscher häufig nicht für ihre Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden.

Chelsea Manning wurde am 17. Mai freigelassen, nachdem ihre 35-jährige Freiheitsstrafe wegen Weitergabe vertraulicher Informationen im Januar durch den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama erheblich verkürzt worden war.

Türkei: Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden mindestens 156 Medienhäuser geschlossen, etwa 2.500 Medienschaffende verloren ihre Arbeit. 120 Journalistinnen und Journalisten wurden seitdem inhaftiert. Dennoch gibt es auch Lichtblicke: Auch wenn die Verfahren noch nicht abgeschlossen sind, einzelne Journalisten und MenschenrechtsverteidigerInnen sind frei, wie z. B. die türkische Amnesty-Direktorin İdil Eser, Peter Steudtner etc.

Frauenrechte in Südamerika: Aus zwei südamerikanischen Ländern gibt es Positives zu berichten: In Chile wurde der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert. In Argentinien wurde entschieden, dass Fehlgeburten nicht mehr strafbar sind.

Dies sind nur einige der Erfolge aus dem Jahr 2017.

Die Amnesty Radiosendung läuft am 20. Januar um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.

Filmabende: HUMAN FLOW

Menschen in der Nähe von Camp Dadaab (Kenia) © 2017 Human Flow UG

HUMAN FLOW

Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt. Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen.

HUMAN FLOW erscheint in einer kritischen Zeit, in der Toleranz, Mitgefühl und Vertrauen mehr denn je gebraucht werden. Der eindringliche Film ist ein Zeugnis für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde.

„Human Flow wurde in 23 Ländern gedreht und hat eine beeindruckende Breite und eine unnachgiebige Moral, die den Film zu einer Referenz machen wird, egal wie viele Zuschauer den Film sehen.“ (The Hollywood Reporter)

Regie: Ai Weiwei, DE 2017, 140 min, DCP, DF oder OmU, FSK: ab 6

Donnerstag 4.Januar 2018 um 20:15 Uhr
Samstag  6. Januar 2018 um 17:30 Uhr
Eintritt: 8 Euro/ 7 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Wiesbaden gegen die Todesstrafe: Aktionstag am 30.11.

Wiesbaden gegen die Todesstrafe: Die angestrahlte Bonifatiuskirche als sichtbares Zeichen.

Quelle: privat

2016 hat sich Wiesbaden der Aktion „Cities for Life – Städte für das Leben“ angeschlossen und spricht sich damit für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe aus.

Weltweiter Aktionstag des Netzwerks ist der 30. November: Neben dem Kolosseum in Rom, dem Atomium in Brüssel und dem Platz der Kathedrale in Barcelona werden auch Gebäude in mehr als 160 deutschen Städten beleuchtet. So zum Beispiel der Rathausturm in Berlin – und die Fassade der Bonifatiuskirche in Wiesbaden.

Amnesty International Wiesbaden und die Initiative gegen die Todesstrafe werden zwischen 17 und 20 Uhr vor der Bonifatiuskirche mit einer Mahnwache und einem Infostand auf die Aktion aufmerksam machen.

Seit 15 Jahren gibt es die von der Gemeinschaft Sant’Egidio ins Leben gerufene weltweite Aktion „Cities for Life – Städte für das Leben“, mit der sich Städte für die Abschaffung der Todesstrafe aussprechen. Der 30. November wurde zum weltweiten Aktionstag gewählt, weil er an den Tag der ersten Abschaffung der Todesstrafe durch einen europäischen Staat, dem Großherzogtum Toskana, im Jahr 1786 erinnert. Im Verlauf der Jahre haben sich weltweit mehr als 2000 Städte und Kommunen auf fünf Kontinenten zusammengeschlossen, um diesen so wichtigen Kampf für die ganze Menschheit auf universaler Ebene durchzuführen. In Deutschland sind über 160 Städte vertreten, darunter neben Wiesbaden auch Berlin, München, Hamburg und Köln.

Oberbürgermeister Sven Gerich: „Der Respekt vor menschlichem Leben verbietet die Todesstrafe. Sie ist eine grausame und unmenschliche Strafe, die gegen das Grundrecht des Menschen auf Leben und Würde verstößt. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, ein Signal gegen die Todesstrafe zu setzen und bei der guten Aktion der Gemeinschaft Sant’Egidio mitzumachen.“

Begleitprogramm:

30.11 – 10.12.2017
Ausstellung von Siegerbildern eines Jugendkunstwettbewerbs zur Abschaffung der Todesstrafe in St. Bonifatius. Zu sehen während den Öffnungszeiten der Kirche.

10.12.2017 um 18 Uhr zum Tag der Menschenrechte 
Gottesdienst zum Thema Todesstrafe und Menschenrechte in der Bonifatiuskirche Wiesbaden (Gestaltung: Amnesty International Wiesbaden, Initiative gegen die Todesstrafe; musikalische Begleitung durch den Chor von St. Bonifatius).

Filmgespräch bei exground: Meinungsfreiheit in der Türkei

30. exground filmfest: Länderschwerpunkt TürkeiWir freuen uns sehr,  beim exground filmfestival dabei zu sein, dass in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet. Unser Beitrag zum Länderschwerpunkt ist ein Filmgespräch zur Meinungsfreiheit in der Türkei, zu dem wir am 23.11. um 19.30 Uhr herzlich einladen.

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen nicht sagen, was Sie denken, Sie werden für Ihre Ansichten inhaftiert und bestraft. In vielen Ländern ist es Menschen nicht möglich, das Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben. Im einem Gespräch nach dem Filmprogramm berichtet eine Vertreterin von Amnesty International über die aktuelle Situation in der Türkei.

Donnerstag, 23.11. um 19.30 Uhr, nach dem Türkischen Kurzfilmprogramm und vor INFLAME.

Eintritt für den Film: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabend: Deportation Class

© PIER 53 Filmproduktion 2017

© PIER 53 Filmproduktion 2017

Bei der Veranstaltungsreihe „Wir in Wiesbaden“ zeigen wir am 15. November 2017 um 20.15 Uhr den Dokumentarfilm  

DEPORTATION CLASS

2016 Nachts, 3.30 Uhr, Friedland, Mecklenburg-Vorpommern. Gezim J., 42 Jahre alt, ein Jahr in Deutschland, steht in Unterhose und Unterhemd mit seiner Familie im Flur der kleinen Wohnung vor einem Aufgebot aus Polizei und Beamten der Ausländerbehörde. Nicht zu vergessen der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier, CDU. Es wird Recht vollzogen.

Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ von Carsten Rau und Hauke Wendler in erschreckend nüchternen Bildern.

Dieser Film ist herzzerreißend (…) Was den Film so traurig und erschütternd macht, sind weniger die Geschichten der Menschen, es ist der behördliche Umgang mit ihnen und das klare Bewusstsein, dass sich hier etwas ändern muss. Dringend. Und dazu gehört, dass möglichst viele Menschen über die Abschiebepraktiken informiert werden.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Ines Welge vom Hessischen Flüchtlingsrat statt.

Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler, D 2016, 85 MINUTEN, OMU, FSK: AB 12

Mittwoch 15. November 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro/ 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Hessischer Flüchtlingsrat, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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Ausstellung: „Draw me the abolition“ – Bilder eines Jugendkunstwettbewerbs

(c) Amnesty International Wiesbaden „Draw me the abolition“ (Zeichne mir die Abschaffung) lautet das Motto eines internationalen Jungendkunstwettbewerbs, der 2016 zum dritten Mal stattfand. Ausgerufen von der französischen Anti-Todesstrafenorganisation ECPM will er Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren für den Kampf gegen die Todesstrafe gewinnen – schließlich sind sie die Entscheidungsträger von morgen.

Entstanden sind beeindruckende Bilder, die zeigen, wie sich Jugendliche mit der Todesstrafe auseinandersetzen. Die 50 besten Kunstwerke wurden in einem Katalog abgedruckt und sind nun in Wiesbaden zu sehen.

Freitag, 3. November bis Sonntag, 17. Dezember 2017 im Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen, Saalgasse 11, 65183 Wiesbaden
Öffnungszeiten Mi 08.11.2017 13:00–16:00, Do 09.11.2017 10:00–13:00,
Mo 13.11.2017 15:00–18:00, Mi 15.11.2017 13:00–16:00,
Do 16.11.2017 15:00–18:00, Di 21.11.2017 10:00–13:00
Mi 22.11.2017 13:00–16:00, Di 28.11.2017 15:30–18:00
Mi 29.11.2017 16:00–19:00, Do 30.11.2017 10:00–13:00
Di 05.12.2017 14:00–17:00, Mi 06.12.2017 13:00–16:00
Mi 13.12.2017 13:00–16:00,

Donnerstag, 30. November bis Sonntag, 10. Dezember 2017 in der Kirche St. Bonifatius, Luisenstraße 31, 65185 Wiesbaden
Zu sehen während der Öffnungszeiten der Kirche

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL, Initiative gegen die Todesstrafe, Katholische Pfarrei St. Bonifatius, Stadtjugendring Wiesbaden, Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen

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Ausstellung und Vernissage: „Asyl ist Menschenrecht“

Gegenwärtig sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Darunter befinden sich viele, die besonders verletzbar sind: Kinder, Schwangere, Alte und Kranke. Sie sind Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung, von Diskriminierung, Not und Perspektivlosigkeit.

Die Ausstellung zeigt die Hintergründe und Zusammenhänge hinter den Flüchtlingszahlen. Wie ist die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten, was geschieht entlang der Fluchtrouten, wie reagiert die Europäische Union, wie verhalten sich die einzelnen Mitgliedsstaaten? Weitere Fragestellungen drehen sich um die Aufnahmebedingungen und Perspektiven für Flüchtlinge in Deutschland, die Entwicklungen in der Zivilgesellschaft und leider auch die Konfrontation mit der gefährlich anwachsenden rassistischen Hetze und Gewalt.

Freitag 3. November bis Mittwoch 31. Januar 2018,
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr

Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

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Vernissage und Podiumsdiskussion am 10. November
Mit dabei:

Freitag, 10. November 2017, 18.30 Uhr
Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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