Filmgespräch bei exground: Meinungsfreiheit in der Türkei

30. exground filmfest: Länderschwerpunkt TürkeiWir freuen uns sehr,  beim exground filmfestival dabei zu sein, dass in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet. Unser Beitrag zum Länderschwerpunkt ist ein Filmgespräch zur Meinungsfreiheit in der Türkei, zu dem wir am 23.11. um 19.30 Uhr herzlich einladen.

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen nicht sagen, was Sie denken, Sie werden für Ihre Ansichten inhaftiert und bestraft. In vielen Ländern ist es Menschen nicht möglich, das Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben. Im einem Gespräch nach dem Filmprogramm berichtet eine Vertreterin von Amnesty International über die aktuelle Situation in der Türkei.

Donnerstag, 23.11. um 19.30 Uhr, nach dem Türkischen Kurzfilmprogramm und vor INFLAME.

Eintritt für den Film: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabend: Deportation Class

© PIER 53 Filmproduktion 2017

© PIER 53 Filmproduktion 2017

Bei der Veranstaltungsreihe „Wir in Wiesbaden“ zeigen wir am 15. November 2017 um 20.15 Uhr den Dokumentarfilm  

DEPORTATION CLASS

2016 Nachts, 3.30 Uhr, Friedland, Mecklenburg-Vorpommern. Gezim J., 42 Jahre alt, ein Jahr in Deutschland, steht in Unterhose und Unterhemd mit seiner Familie im Flur der kleinen Wohnung vor einem Aufgebot aus Polizei und Beamten der Ausländerbehörde. Nicht zu vergessen der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier, CDU. Es wird Recht vollzogen.

Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ von Carsten Rau und Hauke Wendler in erschreckend nüchternen Bildern.

Dieser Film ist herzzerreißend (…) Was den Film so traurig und erschütternd macht, sind weniger die Geschichten der Menschen, es ist der behördliche Umgang mit ihnen und das klare Bewusstsein, dass sich hier etwas ändern muss. Dringend. Und dazu gehört, dass möglichst viele Menschen über die Abschiebepraktiken informiert werden.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Ines Welge vom Hessischen Flüchtlingsrat statt.

Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler, D 2016, 85 MINUTEN, OMU, FSK: AB 12

Mittwoch 15. November 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro/ 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Hessischer Flüchtlingsrat, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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Ausstellung: „Draw me the abolition“ – Bilder eines Jugendkunstwettbewerbs

(c) Amnesty International Wiesbaden „Draw me the abolition“ (Zeichne mir die Abschaffung) lautet das Motto eines internationalen Jungendkunstwettbewerbs, der 2016 zum dritten Mal stattfand. Ausgerufen von der französischen Anti-Todesstrafenorganisation ECPM will er Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren für den Kampf gegen die Todesstrafe gewinnen – schließlich sind sie die Entscheidungsträger von morgen.

Entstanden sind beeindruckende Bilder, die zeigen, wie sich Jugendliche mit der Todesstrafe auseinandersetzen. Die 50 besten Kunstwerke wurden in einem Katalog abgedruckt und sind nun in Wiesbaden zu sehen.

Freitag, 3. November bis Sonntag, 17. Dezember 2017 im Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen, Saalgasse 11, 65183 Wiesbaden
Öffnungszeiten Mi 08.11.2017 13:00–16:00, Do 09.11.2017 10:00–13:00,
Mo 13.11.2017 15:00–18:00, Mi 15.11.2017 13:00–16:00,
Do 16.11.2017 15:00–18:00, Di 21.11.2017 10:00–13:00
Mi 22.11.2017 13:00–16:00, Di 28.11.2017 15:30–18:00
Mi 29.11.2017 16:00–19:00, Do 30.11.2017 10:00–13:00
Di 05.12.2017 14:00–17:00, Mi 06.12.2017 13:00–16:00
Mi 13.12.2017 13:00–16:00,

Donnerstag, 30. November bis Sonntag, 10. Dezember 2017 in der Kirche St. Bonifatius, Luisenstraße 31, 65185 Wiesbaden
Zu sehen während der Öffnungszeiten der Kirche

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL, Initiative gegen die Todesstrafe, Katholische Pfarrei St. Bonifatius, Stadtjugendring Wiesbaden, Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen

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Ausstellung und Vernissage: „Asyl ist Menschenrecht“

Gegenwärtig sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Darunter befinden sich viele, die besonders verletzbar sind: Kinder, Schwangere, Alte und Kranke. Sie sind Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung, von Diskriminierung, Not und Perspektivlosigkeit.

Die Ausstellung zeigt die Hintergründe und Zusammenhänge hinter den Flüchtlingszahlen. Wie ist die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten, was geschieht entlang der Fluchtrouten, wie reagiert die Europäische Union, wie verhalten sich die einzelnen Mitgliedsstaaten? Weitere Fragestellungen drehen sich um die Aufnahmebedingungen und Perspektiven für Flüchtlinge in Deutschland, die Entwicklungen in der Zivilgesellschaft und leider auch die Konfrontation mit der gefährlich anwachsenden rassistischen Hetze und Gewalt.

Freitag 3. November bis Mittwoch 31. Januar 2018,
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr

Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

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Vernissage und Podiumsdiskussion am 10. November
Mit dabei:

Freitag, 10. November 2017, 18.30 Uhr
Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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Filmabende: PRE-CRIME

© RISE AND SHINE

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 12., 13. und 15. Oktober 2017:

PRE-CRIME

REGISSEUR MATTHIAS HEEDER STELLT SEINEN FILM AM 15.10. PERSöNLICH VOR UND STEHT ZUM FILMGESPRÄCH ZUR VERFÜGUNG.

Zum Bundesstart: Der Sci-Fi-Film MINORITY REPORT ist Realität: Bei der Methode „Predictive Policing“ wird prognostiziert, wann und wo ein Verbrecher zuschlägt. Gefüttert wird der Polizeicomputer dafür mit persönlichen Informationen, die wir täglich freiwillig im Internet preisgeben. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder sind für ihren Dokumentarfilm um die halbe Welt gereist und haben Menschen getroffen, die täglich mit der Technologie arbeiten, aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden. Faszinierend und furchterregend zugleich dringen utopische Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben ein…

Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Ein aufregender Dokumentarfilm darüber, was das System heute schon kann.” (ZDF Aspekte)
„Eine Doku-Version von Minority Report.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Muss man sehen.” (Gildendienst / Programmkino.de)

Regie: Monika Hielscher, Matthias Heeder, DE 2017, 88 min, DCP, OmU, FSK: beantragt.

Donnerstag 12.10.17 um 18 Uhr
Freitag 13.10.17 um 20.15 Uhr
Sonntag 15.10.17 um 20.30 Uhr

Eintritt: 7 € / 6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – TAGEBUCH EINER BEGEGNUNG

© Weydemann Bros. Juan Sarmiento G.

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 15., 16. und 17. September:

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – TAGEBUCH EINER BEGEGNUNG

Regie: Jakob Preuss, DE 2017, 101 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

REGISSEUR JAKOB PREUSS STELLT SEINEN FILM AM 15.09. PERSÖNLICH VOR!

Wiesbadener Erstaufführung: Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…

Pressestimmen:
„Aus einer zufälligen Begegnung in einem Flüchtlingscamp an der Küste Marokkos entsteht ein filmisches Tagebuch über Flucht und Migration von Afrika nach Europa: Der Berliner Filmemacher Jakob Preuss gibt dem Kameruner Paul Nkamani als einem von Millionen Flüchtlingen ein Gesicht. Ehrlich wird diese intensive Dokumentation dadurch, dass Preuss in ihrem Verlauf nicht mehr nur Beobachter bleibt, sondern Position beziehen muss und selbst Teil der Geschichte Pauls wird. An seinem Beispiel blickt der Film auf viele Facetten der europäischen Flüchtlingspolitik, wägt ab und stellt Fragen, enthält sich aber einfacher Urteile.“ (programmkino.de)

„Gäbe es auch für Dokumentarfilme einen Publikumspreis in Saarbrücken, Pauls Geschichte hätte ihn sicher abgeräumt.“ (3sat)

Freitag 15.09.17, 20.30 Uhr
Samstag 16.09.17, 18:00 Uhr
Sonntag 17.09.17,  18:00 Uhr

Eintritt: 7 € / 6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Filmabende: DIE WUNDE

Quelle: www.rivafilm.de

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 14. und 17. September:

Die Wunde (The Wound)

Regie: John Trengove, ZA/DE/FR/NL 2017, 88 min, DCP, OmU, FSK: ab 16, mit Nakhane Touré, Bongile Mantsai, Niza Jay Ncoyini

Wiesbadener Erstaufführung: Xolani ist Fabrikarbeiter im südafrikanischen Queenstown, aber einmal im Jahr hat er einen anderen Job: Dann kehrt er in seine bergige Heimat zurück und hilft dabei, dass Teenager zu Männern werden. Als Caregiver begleitet Xolani die Heranwachsenden des Volkes Xhosa beim Ritual der Mannwerdung. Dieses Jahr gehört der Außenseiter Kwanda zur Gruppe, der aus der Großstadt kommt und den sein Vater für verweichlicht hält. Nach der Beschneidung müssen Kwanda und die anderen, weiß bemalt, für acht Tage in den Busch. Das Verhältnis zwischen dem jungen Mann und seinem Mentor – der heimlich schwul ist – hat unterschwellige Spannungen. Die Situation ist auch deswegen kompliziert, weil ein anderer Caregiver dabei ist: Xolanis ebenfalls homosexueller Kindheitsfreund Vija…

Pressestimmen:

„John Trengoves erster Spielfilm geht ein echtes Risiko ein. Gezeigt wird ein verstörendes Porträt des Aufeinandertreffens von kommunaler und persönlicher Identität.“ (The Hollywood Reporter)

„John Trengoves brutal-ehrliche, aber wunderschön gefertigte Studie über den Kampf zwischen unterschiedlichen Xhosa-Modellen von Männlichkeit wird Außenseitern die Augen öffnen – und manchen Südafrikanern auch.“ (Variety)

„In seinem ethnologisch angehauchten Männer-Drama Die Wunde verschafft uns John Trengove einen faszinierenden Einblick in die Stammesriten der Xhosa in Südafrika und erzählt von den Spannungen zwischen Tradition und Moderne.“ (filmstarts.de)

Donnerstag 14.09.2017, 18.00 Uhr
Sonntag 17.09.17, 20.15 Uhr

Eintritt: 7 € / 6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

 

Filmabende: INNEN LEBEN

© Weltkino Filmverleih GmbH

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 13., 14. und 16. Juli:

INNEN LEBEN (Insyriated)

Regie: Philippe Van Leeuw, BE 2017, 85 min, DCP, DF oder OmU, FSK: beantragt, mit Hiam Abbass, Diamand Bou Abboud, Juliette Navis

Eine kleine Gruppe harrt im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses aus, während draußen der syrische Bürgerkrieg ein Opfer nach dem anderen fordert. Oum Yazan, ihr Schwiegervater, ihre drei Kinder Yara, Aliya und Yazan sowie die Haushaltshilfe Delhani sitzen fest. Alle Vorhänge an den Fenstern wurden zugezogen, damit Scharfschützen keine Ziele finden, frisches Wasser gibt es keines mehr und Internet und Telefon nur manchmal. Oum wartet darauf, dass ihr Mann nach Hause kommt und lässt trotz der katastrophalen Situation weitere Menschen in die Wohnung: Samir und Halima von nebenan sind mit ihrem Baby da – Yaras Freund Karim suchte wegen der schweren Gefechte Unterschlupf. Alle versuchen, den Krieg zu vergessen. Aber wie lange geht das?

Bestürzend intensiv zieht INNEN LEBEN den Zuschauer hinein in die Kriegswirklichkeit der einfachen Menschen, für die das einst traute Heim zum Gefängnis wird und jede noch so kleine Entscheidung über Leben und Tod bestimmen kann. INNEN LEBEN ist ein universelles, humanistisches Plädoyer von großer Dringlichkeit. Der Film gewann auf der 67. Berlinale den Publikumspreis der Sektion Panorama.

Das belgische Drama gewann bei der Berlinale 2017 den Panorama Publikumspreis.

Pressestimmen:

„In einer Wohnung verbarrikadiert suchen neun Menschen Schutz vor den Gräueln des Kriegs in Syrien. Effektiv inszeniertes, beklemmendes Kammerspiel mit hervorragender Besetzung, das jede Hoffnung auf Erlösung im Keim erstickt.“ (epd-Film)

„Beklemmend, packend und von aktueller Relevanz – „Innen Leben“ ist ein kammerspielartiges Antikriegsdrama, das von einem herausragenden Ensemble getragen wird.“ (filmstarts.de)

Donnerstag 13.07.2017, 20.15 Uhr
Freitag 14.07.2017, 20.15 Uhr
Sonntag 16.07.17, 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden