26. Juni, Tag gegen Folter

Foto: Privat

Am 26. Juni jährt sich der Internationale Tag gegen Folter, den die Vereinten Nationen 1997 ( vor 20 Jahren!) ins Leben gerufen haben. Folter ist nicht nur eine Randerscheinung oder gar Geschichte. Folter ist aktuell, auch heute noch!

Die Statistiken sind schockierend: Aus mehr als 150 Ländern liegen Berichte über Folterungen oder Misshandlungen durch Angehörige staatlicher Stellen vor. In über 70 Ländern wird systematisch gefoltert. In weiteren 80 Ländern wird immer wieder misshandelt und gefoltert. Folter ist jedoch nach eindeutiger Rechtslage auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene absolut verboten. Dokumentiert ist dies auch im Jahresbericht „Amnesty International Report 2016/17“ , der gerade Ende Mai erschienen ist.

Traditionell steht die Amnesty-Gruppe 1165 an diesem Nachmittag in der Wiesbadener Fußgängerzone (Mauritiusplatz) und informiert zu diesem Thema. Kommen Sie vorbei und geben Sie uns Ihre Unterschrift!

Amnesty-Filmabende im Murnau Filmtheater: SON OF SAUL

 Sony Pictures Releasing GmbH

Sony Pictures Releasing GmbH

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zeigt in Kooperation mit Amnesty International in der Reihe „Geschichte im Film“:

SON OF SAUL

Regie: László Nemes, HU 2015, 107 min, DCP, OmU, FSK: beantragt, mit Géza Röhrig, Sándor Zsótér, Marcin Czarnik

Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Oktober 1944: Der Ungar Saul Ausländer wird gezwungen, sich einem Sonderkommando von Inhaftierten anzuschließen. Die Männer müssen den Nazis bei der Massenvernichtung der Gefangenen helfen und die Leichenberge in den Krematorien verbrennen. Bei dieser menschenverachtenden Aufgabe entdeckt Saul den Leichnam eines Jungens und „rettet“ ihn vor den Flammen. Als das Sonderkommando eine Rebellion plant, versucht Saul das Unmögliche: Er will den Leichnam einem Rabbi übergeben und dem Junge somit eine menschenwürdige Bestattung ermöglichen.

Das Drama überzeugte Kritiker weltweit mit seiner eindringlichen und radikalen Darstellung der Schrecken des Holocausts und wurde damit bereits 2015 in Cannes mit dem großen Preis der Jury sowie 2016 mit dem Golden Globe und Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet..

„Das packende Holocaust-Drama des jungen Ungarn versucht, den barbarischen Horror in den Konzentrationslagern auf neuartige Weise verstörend fühlbar zu machen.“             (programmkino.de)

Donnerstag 07.04.2016 20.15 Uhr 
Sonntag 10.04.2016 18.00 Uhr 

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

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26. Juni 2015: Tag des Folteropfers

Am 26. Juni 2015 ist wieder der internationale “Tag des Folteropfers”. Traditionell steht die Amnesty-Gruppe 1165 an diesem Tag ab 14 Uhr in der Wiesbadener Fußgängerzone am Mauritiusplatz.

Nachgebildetes Folteropfer in der Fußgängerzone Wiesbaden am 26. Juni 2014
Nachgebildetes Folteropfer in der Fußgängerzone Wiesbaden am 26. Juni 2014

In mehr als 100 Ländern der Welt wird gefoltert!

Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken. Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern – immer wird den Betroffenen damit schweres Leid zugefügt, um ihren Willen zu brechen. Viele kämpfen ihr Leben lang mit den Folgen.

Folter ist unter keinen Umständen erlaubt – das legt bereits die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fest. Niemand darf Folter anordnen. Niemand darf sich darauf berufen, ihm sei Folter befohlen worden.

Kommen Sie und geben Sie uns Ihre Unterschrift gegen Folter!
Folter ist immer ein Verbrechen.

BARZAKH – Kinoabend am 24.04.2015

© Extimacy FilmsIn Kooperation mit goEast > FESTIVAL DES MITTEL- UND OSTEUROPÄISCHEN FILMS zeigen wir:

BARZAKH

Im Tschetschenischen – wie im Arabischen – bezeichnet „Barzakh“ einen Ort, der zwischen Leben und Tod liegt. Die Menschen in Kvedaravicius aufwühlendem Dokumentarfilm leben in der Schwebe, seitdem Familienangehörige im Zweiten Tschetschenienkrieg spurlos verschwunden sind. Ihr abwechselnd von Hoffnung und Verzweiflung geprägter Alltag verflicht sich mit dem der Menschen, die zwar leben und „da“ sind, aber nach Folter und Missbrauch mit den Folgen der traumatischen Vergangenheit leben. Einziger Trost ist der familiäre und gemeinschaftliche Zusammenhalt. Mit einer berührenden Mischung von dokumentarischen Aufnahmen und poetischen Bildern wirft BARZAKH einen anteilnehmenden und wütenden Blick auf die Folgen eines verheerenden Konfliktes, die Hilflosigkeit seiner Opfer und die niederschmetternde Gleichgültigkeit der lokalen Autoritäten.

Ausgezeichnet mit dem Amnesty Filmpreis 2011: „Barzakh dokumentiert nicht, der Film beobachtet nicht aus der Distanz – sondern er schafft Nähe. Wer diesen Film sieht, ist in Tschetschenien. Der Regisseur nimmt die Zuschauer mit in das Dorf, in das Leben und in die Seelen der Menschen.“
Litauen, Finnland 2011, 59 Min., Regie: Mantas Kvedaravicius

Mit Vorfilm:
SPEECHLESS
Georgien 2009, 12 Min. Regie: Salomé Jashi

Freitag 24.4. um 20.00 Uhr
Filmgespräch mit Dr. Vedrin Sahovic, AMNESTY INTERNATIONAL.
Eintritt: 7 EUR / 6 EUR
Festivalzentrum, Casino-Gebäude, Friedrichstr. 22, 65185 Wiesbaden

In Kooperation mit dem goEast > FESTIVAL DES MITTEL- UND OSTEUROPÄISCHEN FILMS

Wir wollen Sie auch auf die weiteren Filme mit menschenrechtsrelevanten Themen bei goEast aufmerksam machen:

CINEMA: A PUBLIC AFFAIRCINEMA_A PUBLIC AFFAIR

Neben einem anspruchsvollen Film- und Ausstellungsprogramm bot das Moskauer Filmmuseum Intellektuellen und KinoliebhaberInnen einen offenen Ort für Diskussionen, egal ob zu Kultur oder Politik. Vor zehn Jahren wurde das „Musei Kino“ auf die Straße gesetzt. In Behelfsquartieren trotzte die Belegschaft seitdem mit Mut und unerschütterlichem Optimismus den widrigen Umständen. Allen voran Naum Kleiman, der Eisenstein-Experte und „Vater“ des Museums, dessen Verdrängung aus dem Direktorenamt zuletzt international für Entrüstung sorgte. CINEMA: A PUBLIC AFFAIR begleitet einen stillen, aber versierten Protest, im Kampf um ein Lebenswerk. Für seine Verdienste um den Film wurde Kleiman mit der Berlinale Kamera 2015 ausgezeichnet.

Deutschland 2015, 99 min., Regie: Tatiana Brandrup

Festivalzentrum 23.04. um 16 Uhr

DESTINACIJA_SERBISTAN / DESTINATION_SERBISTAN / LOGBOOK_SERBISTAN

„Die Straßen hier sehen auch nicht viel anders aus als bei uns in Afrika“, stellt Lee pragmatisch fest, als er sich in einer serbischen Kleinstadt umsieht. Räumarbeiten auf überfluteten Straßen. Beten zwischen Baggern und Matsch. Vom Leiter des AsylbewerberInnenheims schroff behandelt werden. Zwischendurch Fußball spielen im „Heimteam“ oder Kolo tanzen auf einem Bohnenfest in der Provinz. So sieht der Alltag von Menschen aus, die eine lange Flucht aus Afghanistan, Syrien, Ghana oder Kamerun unfreiwillig ins serbische Hinterland geführt hat. Želimir Žilnik folgt ihnen mit dem von ihm maßgeblich geprägten Stil der Doku-Fiction und hält dabei, wie schon in seinem Film FESTUNG EUROPA, der restriktiven europäischen Einwanderungspolitik den Spiegel vor.

Serbien 2015, 94 Min., Regie: Želimir Žilnik

DEUTSCHLANDPREMIERE
Caligari 25.04. um 16 Uhr
Apollo 26.04. um 16 Uhr

SPECIALS / FREE OLEG SENTSOV: 

DIE MOSKAUER PROZESSE / THE MOSCOW TRIALS

Kunst – wachendes Auge über Politik und Gesellschaft, Spiegel ihrer Zeit, manchmal gar Weckruf. Sie macht Kritik sinnlich erfahrbar, inspiriert, entfacht Diskurse. Mit ihrem Hang zu Provokation ist sie vielen ein Dorn im Auge; vor allem denen, deren Machtpositionen sie angreift und deren Glaubens- und Wertesysteme sie hinterfragt. In Russland wurde sie zuletzt häufiger zum Staatsfeind erklärt: Mehrere Gerichtsverfahren diskutierten im Grundsatz ihre Schaffensfreiheit. KuratorInnen, KünstlerInnen sowie die notorischen Pussy Riot standen vor Gericht, um vor Augen geführt zu bekommen, dass die Kunst in Putins Russland nur abseits jeglichen Aktivismus’ Existenzberechtigung hat. Milo Rau rollt die Verfahren in seinem Dokumentartheater neu auf – diesmal fair und diskursiv. Machtgefüge und Interessenverflechtungen werden dabei, auch für die Betroffenen auf befreiende Weise, augenscheinlich.

Deutschland 2013, 86 Min., Regie: Milo Rau

Festivalzentrum 24.04. um 22 Uhr

FREE OLEG SENTSOVFREE OLEG SENTSOV  

Seit Mai 2014 befindet sich der ukrainische Filmemacher Oleg SentsoUntersuchungshaft.Die Vorwürfe scheinen dabei haltlos bis ominös, die Umstände seiner Haft bleiben besorgniserregend. Sein Prozess wurde inzwischen mehrfach verschoben, die Hoffnung auf eine faire und rechtsstaatliche Verhandlung dürfte kaum erfüllt werden. Als Zeichen der Solidarität mit Sentsov – wider die Repression politisch Andersdenkender und Handelnder – zeigt goEast DIE MOSKAUER PROZESSE. 2012 war Sentsov mit seinem Debütfilm GAMER bei goEast zu Gast.

 

CRNCI / DIE SCHWARZEN / THE BLACKS DIE SCHWARZEN

Kroatienkrieg 1991: Ungeachtet des gerade in Kraft getretenen Waffenstillstands begibt sich die kroatische Spezialeinheit „Crnci“ auf eine letzte Mission, um ihre toten Kameraden aus einem Minenfeld zu bergen und einen Vergeltungsschlag durchzuführen. Statt einem actiongeladenem Kriegsfilm, in dem Freund und Feind klar erkennbar sind, liefert das Regiegespann Jurić/Dević das realistische Psychogramm einer Gruppe von Menschen in einer kriegerischen Extremsituation. Kammerspielartig, wortkarg und mit kleinen Gesten werden hier erstmalig im kroatischen Spielfilm die Kriegsverbrechen der eigenen Armee thematisiert und damit die inneren Widersprüche der kroatischen Nachkriegsgesellschaft angesprochen.

Kroatien 2009, 75 Min., Regie: Goran Dević, Zvonimir Jurić

Caligari 24.04. um 22.30 Uhr

In Anwesenheit der Produzentin ANKICA JURIĆ TILIĆ

THE SEARCH / DIE SUCHE

Tschetschenien 1999: Der neunjährige Hadji ist mit seinem Babybruder auf der Flucht, nachdem seine Eltern von russischen Soldaten ermordet wurden. Die NGO-Mitarbeiterin Carole nimmt den kleinen Jungen bei sich auf, während zur gleichen Zeit seine ältere Schwester verzweifelt nach ihm und dem jüngsten Bruder sucht. DIE SUCHE ist ein Remake des gleichnamigen Fred Zinnemann-Klassikers von 1948. Michel Hazanavicius, der mit seinem Schwarzweiß-Stummfilm THE ARTIST (2011) mehrere Oscars gewann, verlegte die Handlung in den zweiten Tschetschenienkrieg und schuf damit einen engagierten politischen Kommentar – und einen anklagenden Antikriegsfilm,der unter die Haut geht. Gleichzeitig bedient sich DIE SUCHE eingespielter Genre-Muster.

Frankreich, Georgien 2014, 149 Min., Regie: Michel Hazanavicius

DEUTSCHLANDPREMIERE  Caligari 23.04. um 22 Uhr

FLOTEL EUROPA

Ein riesiges Schiff steht im Kopenhagener Hafen: das „Flotel Europa“. Anfang der 1990er-Jahre wurde es für Hunderte jugoslawische Kriegsflüchtlinge eine temporäre Heimat. Unter den BewohnerInnen befand sich damals auch der schüchterne Vladimir. In Videobotschaften an den daheim gebliebenen Vater erzählen er, seine Mutter und sein großer Bruder vom Alltag auf dem Schiff:von Erfolgen in der Schule, von den Gemeinschaftsabenden im Fernsehsaal und der Langeweile in den fensterlosen Kabinen. Zwanzig Jahre später ist aus dem schüchternen Jungen ein Filmregisseur geworden. Aus altem VHS-„Home-Movie“- Material der BewohnerInnen des „Flotel Europa“ montierte Tomić einen Found-Footage-Film, der die Schicksale der AsylbewerberInnen dokumentiert und anhand dieses Mikrokosmos vom Zerfall eines Staates erzählt.

Dänemark, Serbien 2015, 70 Min., Regie: Vladimir Tomić

Caligari 25.04. um 14.30 Uhr
Apollo 26.04. um 22 Uhr

OBIČNI LJUDI / GANZ NORMALE MENSCHEN / ORDINARY PEOPLE 

RGBA tiff image by MetisIPEine Handvoll junger Soldaten wird unangekündigt und ohne Auftrag mit dem Bus zum einem abgelegenen Militärstützpunkt gebracht. Während sie in der heißen Mittagsonne auf weitere Anweisungen warten, fahren in unregelmäßigen Abständen Gefangenentransporte auf dem Gelände ein…

Verortet in einem nicht näher beschriebenen Land in Osteuropa, zeigt Vladimir Perišićs erster Langfilm einen ganz normalen Tag im Leben eines Soldaten. Durch die einfache, distanzierte Darstellung von unmenschlicher Gewalt inmitten von alltäglichen, banalen Handlungen macht er den Krieg – seine Wechselwirkungen von Autorität und Gehorsam und den psychischen Missbrauch junger Männer – auf verstörende Weise anschaulich.

Serbien 2009, 80 Min., Regie: Vladimir Perišić

Festivalzentrum 26.04. um 22 Uhr

Radiosendung am 25.10.14: Stop Folter

Amnesty-Radiosendung bei Radio Rheinwelle

Quelle: Stockexchange

Anti-Folterkampagne: Stop Folter

Amnesty International nahm die Verabschiedung der Anti-Folterkampagne der UNO vor 30 Jahren zum Anlass, den Umgang der Staaten mit Folter zu überprüfen. Während der vergangenen fünf Jahre sammelte Amnesty Berichte über die Ausübung von Folter in 141 Staaten.

Grundlage der Sendung sind Berichte über ausgewählte Staaten, wie Mexiko, Marokko, Nigeria, die Philippinen und Usbekistan. Wir werden von Einzelfällen berichten.

Mehr dazu am 25. Oktober um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de

Sie können sich aber auch persönlich für die Betroffenen engagieren. Unterstützen Sie unsere Kampagne mit Ihrer Unterschrift:
http://www.stopfolter.de

 

26. Juni 2014: Tag des Folteropfers

Am 26. Juni 2014 ist wieder der internationale “Tag des Folteropfers”. Traditionell steht die Amnesty-Gruppe 1165 an diesem Tag ab 14 Uhr in der Wiesbadener Fußgängerzone am Mauritiusplatz.

In mehr als 100 Ländern der Welt wird gefoltert!

Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken. Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern – immer wird den Betroffenen damit schweres Leid zugefügt, um ihren Willen zu brechen. Viele kämpfen ihr Leben lang mit den Folgen.

Folter ist unter keinen Umständen erlaubt – das legt bereits die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fest. Niemand darf Folter anordnen. Niemand darf sich darauf berufen, ihm sei Folter befohlen worden.

Wir sammeln Unterschriften für Claudia Medina Tamariz aus Mexiko, welche Ihre Folterer bestraft wissen möchte. Für Moses Akatugba aus Nigeria, er wurde als 16-Jähriger von der nigerianischen Armee wegen Diebstahlsfestgenommen. Im Gefängnis zwangen ihn Soldaten unter massiver Folter dazu, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013 wurde Moses dann zum Tode verurteilt. Als Beweise galten die Aussage des Opfers und Moses‘ unter Folter erpresstes Geständnis. Und für Ali Aarrass mit belgisch-marokkanischer Staatsangehörigkeit, der aufgrund von Terrorismus-Beschuldigungen seitens der marokkanischen Behörden 2010 von Belgien an Marokko ausgeliefert wurde. Hier wurde er, wie der UN-Menschenrechtsausschuss schon vorher befürchtet hatte, gefoltert und 2011 aufgrund von Geständnissen, die er unter Folter unterzeichnet hatte, zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Kommen Sie und geben Sie uns Ihre Unterschrift!
Folter ist immer ein Verbrechen.

Zelims Confession – Kinoabend am 13.04.2014

goEast 14. FESTIVAL DES MITTEL- UND OSTEUROPÄISCHEN FILMS:

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ZELIMS CONFESSION 

Zelim war zur falschen Zeit am falschen Ort: An einer Bushaltestelle in Inguschetien griff eine Polizeistreife den tschetschenischen Flüchtling auf, brachte ihn auf die Wache, nahm seine Personalien auf und ließ ihn wieder gehen. Kurze Zeit später stürmten Sicherheitskräfte die Wohnung seiner Familie. Zelim wurde verschleppt, erniedrigt und tagelang gefoltert, sollte Verbrechen gestehen, die er nicht begangen hatte.

Der Dokumentarfilm von Regisseurin Natalia Mikhaylova ist das Porträt eines Menschen, der sich trotz unfassbaren Leidens unter Folter nicht brechen ließ – und zugleich eine eindringliche Anklage gegen die Exzesse behördlicher Willkür und Gewalt, die im Nordkaukasus immer noch an der Tagesordnung sind.

Deutschlandpremiere:  Sonntag 13.4., 20.00 Uhr
Filmgespräch mit Dr. Vedrin Sahovic, AMNESTY INTERNATIONAL.
Eintritt:  7 EUR / 6 EUR
Festivalzentrum, Casino-Gebäude, Friedrichstr. 22, 65185 Wiesbaden 

Eine Veranstaltung des goEast Filmfestival und AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden weiterlesen

5 Jahre Leben: Kinoabend am 21. und 26.06.2013

5 Jahre Leben (Bild: Zorro Film) 5 JAHRE LEBEN basiert auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantanamo inhaftiert war. Der Film ist nicht nur die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. 

Zugleich schildert der Film das Duell zweier außergewöhnlich starker Persönlichkeiten. Auf der einen Seite: Murat Kurnaz, der seinem Leben einen neuen Sinn geben wollte, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Auf der anderen Seite: Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Murat Kurnaz‘ Geschichte wirft nicht nur große Zweifel auf an der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Welt, der Film konfrontiert den Zuschauer auf eindringliche Art und Weise mit der eigenen Wahrnehmung und Bewertung.

Ausgezeichnet von der Interfilmjury und der Jugendjury auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

D/F 2013, 95 Min., deutsch-englische OmU, FSK: ab 12, mit Sascha Alexander Gersak, Ben Miles, Buch und Regie: Stefan Schaller, Kamera: Armin Franzen, Musik: Enik

Freitag 21.06.2013 um 18 Uhr und
Mittwoch 26.06.2013 um 18 Uhr
in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Veranstalter: Kulturamt Wiesbaden-FilmBühne Caligari

An beiden Abenden sind wir mit einem Infotisch mit Informationen und Aktionen zu Guantanamo und zum Internationalen Tag des Folteropfers vertreten. Wir würden uns sehr freuen, Euch dort zu begrüßen.