Filmabend: Deportation Class

© PIER 53 Filmproduktion 2017

© PIER 53 Filmproduktion 2017

Bei der Veranstaltungsreihe „Wir in Wiesbaden“ zeigen wir am 15. November 2017 um 20.15 Uhr den Dokumentarfilm  

DEPORTATION CLASS

2016 Nachts, 3.30 Uhr, Friedland, Mecklenburg-Vorpommern. Gezim J., 42 Jahre alt, ein Jahr in Deutschland, steht in Unterhose und Unterhemd mit seiner Familie im Flur der kleinen Wohnung vor einem Aufgebot aus Polizei und Beamten der Ausländerbehörde. Nicht zu vergessen der Innenminister des Landes, Lorenz Caffier, CDU. Es wird Recht vollzogen.

Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ von Carsten Rau und Hauke Wendler in erschreckend nüchternen Bildern.

Dieser Film ist herzzerreißend (…) Was den Film so traurig und erschütternd macht, sind weniger die Geschichten der Menschen, es ist der behördliche Umgang mit ihnen und das klare Bewusstsein, dass sich hier etwas ändern muss. Dringend. Und dazu gehört, dass möglichst viele Menschen über die Abschiebepraktiken informiert werden.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Ines Welge vom Hessischen Flüchtlingsrat statt.

Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler, D 2016, 85 MINUTEN, OMU, FSK: AB 12

Mittwoch 15. November 2017 um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro/ 6 Euro ermäßigt
Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Hessischer Flüchtlingsrat, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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Ausstellung: „Draw me the abolition“ – Bilder eines Jugendkunstwettbewerbs

(c) Amnesty International Wiesbaden „Draw me the abolition“ (Zeichne mir die Abschaffung) lautet das Motto eines internationalen Jungendkunstwettbewerbs, der 2016 zum dritten Mal stattfand. Ausgerufen von der französischen Anti-Todesstrafenorganisation ECPM will er Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren für den Kampf gegen die Todesstrafe gewinnen – schließlich sind sie die Entscheidungsträger von morgen.

Entstanden sind beeindruckende Bilder, die zeigen, wie sich Jugendliche mit der Todesstrafe auseinandersetzen. Die 50 besten Kunstwerke wurden in einem Katalog abgedruckt und sind nun in Wiesbaden zu sehen.

Freitag, 3. November bis Sonntag, 17. Dezember 2017 im Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen, Saalgasse 11, 65183 Wiesbaden
Öffnungszeiten Mi 08.11.2017 13:00–16:00, Do 09.11.2017 10:00–13:00,
Mo 13.11.2017 15:00–18:00, Mi 15.11.2017 13:00–16:00,
Do 16.11.2017 15:00–18:00, Di 21.11.2017 10:00–13:00
Mi 22.11.2017 13:00–16:00, Di 28.11.2017 15:30–18:00
Mi 29.11.2017 16:00–19:00, Do 30.11.2017 10:00–13:00
Di 05.12.2017 14:00–17:00, Mi 06.12.2017 13:00–16:00
Mi 13.12.2017 13:00–16:00,

Donnerstag, 30. November bis Sonntag, 10. Dezember 2017 in der Kirche St. Bonifatius, Luisenstraße 31, 65185 Wiesbaden
Zu sehen während der Öffnungszeiten der Kirche

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL, Initiative gegen die Todesstrafe, Katholische Pfarrei St. Bonifatius, Stadtjugendring Wiesbaden, Jungbrunnen – Haus der Jugendorganisationen

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Ausstellung und Vernissage: „Asyl ist Menschenrecht“

Gegenwärtig sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor. Darunter befinden sich viele, die besonders verletzbar sind: Kinder, Schwangere, Alte und Kranke. Sie sind Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung, von Diskriminierung, Not und Perspektivlosigkeit.

Die Ausstellung zeigt die Hintergründe und Zusammenhänge hinter den Flüchtlingszahlen. Wie ist die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten, was geschieht entlang der Fluchtrouten, wie reagiert die Europäische Union, wie verhalten sich die einzelnen Mitgliedsstaaten? Weitere Fragestellungen drehen sich um die Aufnahmebedingungen und Perspektiven für Flüchtlinge in Deutschland, die Entwicklungen in der Zivilgesellschaft und leider auch die Konfrontation mit der gefährlich anwachsenden rassistischen Hetze und Gewalt.

Freitag 3. November bis Mittwoch 31. Januar 2018,
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 – 20 Uhr

Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

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Vernissage und Podiumsdiskussion am 10. November
Mit dabei:

Freitag, 10. November 2017, 18.30 Uhr
Volkshochschule Wiesbaden, Foyer vhs-Haus B,
Alcide-De-Gasperi-Straße 4, 65197 Wiesbaden

Veranstalter: AMNESTY INTERNATIONAL Wiesbaden, Volkshochschule Wiesbaden, Murnau Filmtheater

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Filmabende: PRE-CRIME

© RISE AND SHINE

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 12., 13. und 15. Oktober 2017:

PRE-CRIME

REGISSEUR MATTHIAS HEEDER STELLT SEINEN FILM AM 15.10. PERSöNLICH VOR UND STEHT ZUM FILMGESPRÄCH ZUR VERFÜGUNG.

Zum Bundesstart: Der Sci-Fi-Film MINORITY REPORT ist Realität: Bei der Methode „Predictive Policing“ wird prognostiziert, wann und wo ein Verbrecher zuschlägt. Gefüttert wird der Polizeicomputer dafür mit persönlichen Informationen, die wir täglich freiwillig im Internet preisgeben. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder sind für ihren Dokumentarfilm um die halbe Welt gereist und haben Menschen getroffen, die täglich mit der Technologie arbeiten, aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden. Faszinierend und furchterregend zugleich dringen utopische Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben ein…

Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Ein aufregender Dokumentarfilm darüber, was das System heute schon kann.” (ZDF Aspekte)
„Eine Doku-Version von Minority Report.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Muss man sehen.” (Gildendienst / Programmkino.de)

Regie: Monika Hielscher, Matthias Heeder, DE 2017, 88 min, DCP, OmU, FSK: beantragt.

Donnerstag 12.10.17 um 18 Uhr
Freitag 13.10.17 um 20.15 Uhr
Sonntag 15.10.17 um 20.30 Uhr

Eintritt: 7 € / 6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Amnesty international auf dem „Tag der Deutschen Einheit“ in Mainz

© Amnesty International Ulm

Amnesty international mit dem Amnesty Mobil am 02. und 03. Oktober anlässlich des „Tag der Deutschen Einheit“ in Mainz.

Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit findet gemeinsam mit der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eine Veranstaltung des Bezirks
Mainz, Wiesbaden sowie der Themengruppe Meinungsfreiheit statt. Das
Programm mit Gospel, Blues, Pantomime, Drums und diversen Aktionen in
und um die Christuskirche in der Kaiserstraße in Mainz, 2.10.2017, 19-24
Uhr, hat das Thema Freiheit zum Inhalt. Amnesty International ist vor
der Kirche mit dem Amnesty Mobil vertreten und wird mit einer
Fotoausstellung zu 14 Einzelfällen und einer großen Übersicht mit
weiteren Fällen auf die weltweite Situation der Menschenrechte
aufmerksam machen. Aber auch in der Kirche selbst ist Amnesty
International an einer Aktion beteiligt: Jeder Person, die die
Veranstaltung besucht, wird ein Armband überreicht, auf dem auf einen
Einzelfall hingewiesen wird; während der Veranstaltung in der Kirche
wird es ein Gespräch mit einer Vertreterin der Themengruppe
Meinungsfreiheit geben und zum Mitmachen aufgefordert. Ganz konkret soll
die Möglichkeit geboten werden über Urgent Actions und Petitionen sich
für eine Auswahl dieser Fälle einzusetzen.

Wir freuen uns darauf Sie am Amnesty Mobil begrüßen zu dürfen!

Filmabende: DIE WUNDE

Quelle: www.rivafilm.de

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 14. und 17. September:

Die Wunde (The Wound)

Regie: John Trengove, ZA/DE/FR/NL 2017, 88 min, DCP, OmU, FSK: ab 16, mit Nakhane Touré, Bongile Mantsai, Niza Jay Ncoyini

Wiesbadener Erstaufführung: Xolani ist Fabrikarbeiter im südafrikanischen Queenstown, aber einmal im Jahr hat er einen anderen Job: Dann kehrt er in seine bergige Heimat zurück und hilft dabei, dass Teenager zu Männern werden. Als Caregiver begleitet Xolani die Heranwachsenden des Volkes Xhosa beim Ritual der Mannwerdung. Dieses Jahr gehört der Außenseiter Kwanda zur Gruppe, der aus der Großstadt kommt und den sein Vater für verweichlicht hält. Nach der Beschneidung müssen Kwanda und die anderen, weiß bemalt, für acht Tage in den Busch. Das Verhältnis zwischen dem jungen Mann und seinem Mentor – der heimlich schwul ist – hat unterschwellige Spannungen. Die Situation ist auch deswegen kompliziert, weil ein anderer Caregiver dabei ist: Xolanis ebenfalls homosexueller Kindheitsfreund Vija…

Pressestimmen:

„John Trengoves erster Spielfilm geht ein echtes Risiko ein. Gezeigt wird ein verstörendes Porträt des Aufeinandertreffens von kommunaler und persönlicher Identität.“ (The Hollywood Reporter)

„John Trengoves brutal-ehrliche, aber wunderschön gefertigte Studie über den Kampf zwischen unterschiedlichen Xhosa-Modellen von Männlichkeit wird Außenseitern die Augen öffnen – und manchen Südafrikanern auch.“ (Variety)

„In seinem ethnologisch angehauchten Männer-Drama Die Wunde verschafft uns John Trengove einen faszinierenden Einblick in die Stammesriten der Xhosa in Südafrika und erzählt von den Spannungen zwischen Tradition und Moderne.“ (filmstarts.de)

Donnerstag 14.09.2017, 18.00 Uhr
Sonntag 17.09.17, 20.15 Uhr

Eintritt: 7 € / 6 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

 

Infostand beim Internationalen Sommerfest am 09.09.2017

© wiesbaden.de Foto Shutterstock

Zum 42. Mal wird auch in diesem Jahr gemeinsam mit verschiedenen ausländischen Vereinen und Institutionen am Samstag, 9. September 2017, das traditionelle Internationale Sommerfest auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus gefeiert.

Wir sind wieder dabei, feiern Sie mit uns! Ab 10:00 Uhr finden Sie uns mit unserem Pavillon auf dem Schloßplatz und wir würden uns freuen Sie dort begrüßen zu dürfen.

Daneben informieren wir Sie über unsere Forderungen an die Kandidaten zur Bundestagswahl 2017:

  • JA ZUM FLÜCHTLINGSSCHUTZ
  • KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS
  • PRIVATSPÄHRE ACHTEN
  • MENSCHENRECHTESVERTEIDIGER_INNEN SCHÜTZEN
  • RÜSTUNGSEXPORTE BESSER KONTROLLIEREN
  • MENSCHENRECHTE INS KABINETT

Mischen Sie sich ein für Menschenrechte!

Radiosendung am 08. Juli 2017: DIE MEINUNGSFREIHEIT IST EIN MENSCHENRECHT

 

© FreeImages.com/Petr Kratochvila

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Die Meinungsfreiheit: Ein Menschenrecht

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen nicht sagen, was Sie denken! Stellen Sie sich vor, Sie werden für Ihre Ansichten inhaftiert und bestraft. In vielen Ländern ist es Menschen nicht möglich, das Recht auf Meinungsfreiheit auszuüben. Wer es dennoch wahrnimmt oder einfordert, wird bedroht, gefoltert oder ermordet.

Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt
„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung“.

Die Meinungsfreiheit ist Grundlage einer jeden demokratischen Ordnung. Sie garantiert gesellschaftliche Pluralität und ermöglicht den friedlichen Wettbewerb konkurrierender Ideen. Mit allen Mitteln versuchen autoritäre Machthaber und bewaffnete Gruppen, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Mit roher Gewalt oder ganz subtil. In vielen Ländern ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt: Wir gehen in unserer Radiosendung nur auf einige Länder ein. Ob in der Türkei oder Mexiko; weltweit sind viele Journalisten, Menschenrechtler/innen bei der Ausübung ihrer Arbeit bedroht.

Im Juni erfasste es in der Türkei auch einen Vertreter von Amnesty International. Der Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation in der Türkei, Taner Kılıç, wurde am 6. Juni verhaftet. Ihm und 22 weiteren Anwälten aus der Küstenstadt Izmir werden Verbindungen zur Bewegung von Fethullah Gülen vorgeworfen.

Der Vorsitzende von Amnesty International Türkei, Taner Kılıç © Amnesty International

Beteiligen Sie sich hier an unserer Aktion für Taner Kılıç.

Die Amnesty Radiosendung läuft am 08. Juli um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de.