Filmabend: Chocolate de Paz

© Chocolate de Paz

© Chocolate de Paz

Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater und Peace Brigades International am 26.03.2017 um 20.15 Uhr:    

Chocolate de Paz

Wir freuen uns sehr an diesem Abend die Produzentin und Regisseurin Gwen Burnyeat zum Filmgespräch begrüßen zu können.

Die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder der Friedensgemeinde und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden.

Chocolate de Paz beschreibt die Erfahrungen der Friedensgemeinde, die sich nicht am Konflikt beteiligen will. Er durchläuft dafür den Prozess von Anbau und Produktion von Bio-Schokolade mit Beginn der Aussaat der Kakaopflanze bis zur Verarbeitung. Kakao ist der Erzählfaden, der uns Geschichten von Gewalt und Widerstandskraft in einer Gemeinde näher bringt, die versucht, neutral gegenüber allen Gewaltakteuren des Konfliktes zu bleiben. Der Film bietet einen Ausblick der Hoffnung und belegt, dass es mit großen Schwierigkeiten möglich ist, über menschliche Beziehungen und lokalen Handel Frieden von unten aufzubauen.

Zur Einführung zeigen wir eine 13 minütige englischsprachige Dokumentation des Regisseurs und Produzenten Ede Müller von Zabrisky Film über die Friedensgemeinde aus dem Jahre 2009. Der Film skizziert die komplexen Strukturen des kolumbianischen Konfliktes und zeigt auf, wie die Friedensgemeinde durch konsequente Neutralität und Gewaltfreiheit versucht, dem Konflikt zu widerstehen und diesen aufzubrechen.

Doku, GB/CO 2016, 55 Min., OMU, Regie: Gwen Burnyeat, Pablo Mejía Trujillo

Sonntag 26.03.17, 20.15 Uhr
Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Zum Programm der Internationalen Wochen gegen den Rassismus in Wiesbaden.


   

LESUNG: „MARIELAS TRAUM“ MIT ALEXANDRA HUCK

Peace Brigades International und Amnesty International laden Sie herzlich ein:

© Alexandra Huck

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„Marielas Traum“ Lesung mit Alexandra Huck

„Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener in Kolumbien sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater.

„Marielas Traum“, der erste literarische Text der Autorin Alexandra Huck, ist ein spannender Roman, ein Politthriller aus Kolumbien, eine fiktive Geschichte – die doch genau so stattgefunden haben könnte.

© Alexandra Huck

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Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren.

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern auch davon, wie Menschen inmitten des Krieges in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten. Weltweit wird Land eine immer knapper werdende Ressource und viele Kleinbäuer_innen sind von der Gier nach ihrem Land, dem „Landgrabbing“ betroffen und in ihrer Existenz bedroht.

Die Autorin:
Alexandra Huck wurde 1969 in Baden-Württemberg geboren und hat Politikwissenschaft, Romanistik und Volkswirtschaftslehre studiert In Kolumbien war sie 1999 zum ersten Mal und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für Marielas Traum.  Seit mehr als zehn Jahren lebt Alexandra Huck in Berlin und hat in dieser Zeit verschiedentlich Sachtexte zu Kolumbien verfasst. Mit Marielas Traum legt sie ihren ersten Roman vor. Sie arbeitet bei der Organisation kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

Freitag, 23.09.2016, 19:00 Uhr
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Blücherstrasse 46, 65195 Wiesbaden

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