Filmabende: National Bird

Opfer eines U.S. Luftangriffs und sein Sohn, Kabul, Afghanistan, Juni 2015
Torsten Lapp © Ten Forward Films

Wir zeigen in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater am 15., 16. und 18. Juni:

National Bird

Regie: Sonia Kennebeck, US 2016, 92 min, DCP, OmU, FSK: ab 12

Drei mutige Whistleblower brechen ihr Schweigen und sprechen offen über ihre Rolle im Drohnenkrieg der USA. Diese Entscheidung wird ihr Leben für immer verändern.

Der Dokumentarfilm NATIONAL BIRD begleitet Menschen, die entschlossen sind, das Schweigen über eine der umstrittensten militärischen Maßnahmen der jüngeren Zeit zu brechen: Den geheimen Drohnenkrieg der USA.
Im Zentrum des Films stehen drei Kriegsveteranen der US-Air-Force, die in unterschiedlichen Funktionen selbst an diesem Krieg beteiligt waren. Ihre Mitschuld an der Tötung Unbekannter – und möglicherweise Unschuldiger – auf weit entfernten Kriegsschauplätzen lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Schließlich gehen sie an die Öffentlichkeit – ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen.
Im Verlauf des Films nehmen ihre Geschichten dramatische Wendungen: So fährt eine der Protagonistinnen selbst nach Afghanistan, wo sie mit einem grauenhaften Vorfall und dessen Opfern konfrontiert wird. Doch ihre Reise bietet auch Anlass zu Hoffnung auf Frieden und Versöhnung.

Pressestimmen:

„Eine der umstrittensten Entscheidungen der Obama-Regierung ist die Ausweitung des so genannten Drohnenkriegs, das angeblich punktgenaue Angreifen feindlicher Ziele, das „klinische“ Töten von Terroristen. Wie fragwürdig diese Art der Kriegsführung ist, zeigt Sonia Kennebeck in ihrer Dokumentation National Bird […].“ (programmkino.de)

„National Bird sollte einen beeindruckenden Schatten werfen und einige echte öffentliche Debatten bewirken.“ (Variety)

Donnerstag 15.06.2017, 20.15 Uhr
Freitag 16.06.2017, 18.00 Uhr
Sonntag 18.06.17, 18.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Film: „Viacrucis Migrante“

In Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung laden wir Sie herzlich einDerZugistda©HaukeLorenz

Film: „Viacrucis Migrante“

Regie: Hauke Lorenz, D 2016, 61 min, DCP, OmU, FSK: k.A.

Dokumentation über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existentiell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala fliehen. Der Film begleitet drei zentralamerikanische Migrant_innen auf einem Teilstück ihrer Flucht in den Norden – einer lebensgefährlichen Reise, auf der sie Risiken wie Entführung, Vergewaltigung und Überfällen ausgesetzt sind.

Auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben finden Sie Kraft, Glaube und Unterstützung in einer Herberge kurz hinter der südmexikanischen Grenze. Hier gibt es Menschen, die ihnen dabei helfen wollen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer langen Reise Richtung USA zu überstehen.

Die Migrantenherberge wird von dem Franziskanerorden betrieben. Doch auch an diesem sicheren Ort der katholischen Kirche kommen die Protagonisten nicht zur Ruhe. Sie treffen auf Leidensgenossen, die Abschiebungen, Überfälle, sexuelle Gewalt und Angriffe erlebt haben. Unter ihnen sind Frauen, Familien und Transgender-personen, die eher in Mexiko Asyl beantragen als die gefährliche Reise zu riskieren.

Nicht nur die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist lebensgefährlich, sondern auch eine Reise durch Mexiko in die USA kann tödlich enden. Der Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante–Kreuzweg der Migrant_innen“ von Hauke Lorenz gibt Menschen auf dem beschwerlichen Weg ins „Gelobte Land“ eine Stimme.

Der Regisseur Hauke Lorenz ist anwesend

Mittwoch, 29.Juni 2016 um 20:15 Uhr

Eintritt: 6 € / 5 €
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden  

Der Filmabend ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum Weltflüchtlingstag 2016. Die UN-Vollversammlung hat im Jahr 2000 den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen. .
Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier:

Radiosendung am 11.04.2015 zum Thema Todesstrafe

Quelle: StockexchangeDie Todesstrafe ist keine angemessene Antwort auf Mord und Kriminalität. Wo sich der Staat zum Richter über Leben und Tod aufschwingt, nimmt nicht Gerechtigkeit ihren Lauf, sondern Rache und Vergeltung. Die Botschaft von Amnesty International lautet deshalb unmissverständlich: Staaten können nicht gleichzeitig die Menschenrechte achten und die Todesstrafe verhängen und vollstrecken. Aus diesem Grund setzt sich Amnesty International seit über 30 Jahren gegen diese Strafe ein. Und dies mit zunehmendem Erfolg: Immer mehr Staaten schaffen diese Strafe ab. Dennoch bleibt noch viel zu tun, Jahr für Jahr werden tausende Menschen hingerichtet.

In der Radiosendung werden wir uns intensiv mit dem Thema Todesstrafe beschäftigen. Unser Gast -Gabi Uhl von der Initiative gegen die Todesstrafe– wird uns von ihren Erlebnissen berichten: Frau Uhl korrespondiert seit 1998 mit Todeskandidaten in den USA und hat selbst Todeskandidaten bis zum Ende begleitet.

Am 11. April um 17:00 Uhr bei Radio Rheinwelle, zu empfangen auf UKW 92,5 Mhz. Über Kabel in Wiesbaden auf 99,85 Mhz, in Mainz 102,7 Mhz oder auch über Livestream unter www.radio-rheinwelle.de

TODESSTRAFE IN DEN USA

c. rtpa.es

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TODESSTRAFE IN DEN USA – HOHE ZAHL VON FEHLURTEILEN

Mehr als 1390 Menschen wurden seit 1977 hingerichtet. Ray Krone ist der 100. Mensch der unschuldig zum Tode verurteilt, aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er ist am 12.12.2014 in Wiesbaden zu Gast.

Seit den 70er Jahren sind in den USA 147 Häftlinge, die zum Tod verurteilt waren, wegen  erwiesener Unschuld freigelassen worden – auf 10 Hingerichtete in den USA kommt mehr als einer, der fälschlicherweise zum Tod verurteilt war.

Ray Krone wurde am 8. April 2002 in Arizona aus dem Gefängnis entlassen, nachdem DNA-Tests ergeben hatten, dass er den Mord nicht begangen hatte, für den er zehn Jahre zuvor verurteilt worden war. Er ist der 100. Mensch, der seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA als unschuldig zum Tode Verurteilter aus dem Gefängnis entlassen wurde. Ray Krone wurde in zwei separaten Verfahren für schuldig befunden, bevor seine Unschuld bewiesen werden konnte.

Seit seiner Rückkehr ins Leben erzählt er immer wieder seine Geschichte – von seinem anfänglichen Vertrauen in die US-Justiz bis zu seinem heutigen Kampf für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA.

Freitag, 12. Dezember 2014, 20.00 Uhr
Aktives Museum Spiegelgasse
Spiegelgasse 9, 65183 Wiesbaden
Eintritt frei

Veranstalter: Amnesty International Wiesbaden in Kooperation mit der Initiative gegen die Todesstrafe e.V. und dem Aktiven Museum Spiegelgasse e.V.

VON BESTIEN, UNMENSCHEN UND MONSTERN

 © Amnesty International / Fons Hickmann m23
© Amnesty International / Fons Hickmann m23

Die Todesstrafe, die Todeszelle, die Hinrichtung, der Mensch. Interaktiver Vortrag mit Gabi Uhl, Zeugin zweier Hinrichtungen in den USA 

Wir laden Sie  ganz herzlich zu unserer Veranstaltung im Rahmen von „Wir in Wiesbaden“ ein“

Gabi Uhl, Lehrerin am Gymnasium Taunusstein, engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Initiative gegen die Todesstrafe e.V. Zweimal – bis zum Zeitpunkt dieser Veranstaltung vielleicht dreimal – war sie Zeugin einer Hinrichtung in Texas. In ihrem Vortrag berichtet sie daher nicht nur von der theoretischen Seite der Todesstrafe in den USA, sondern auch ganz konkret von ihren persönlichen Erfahrungen mit zum Tode verurteilten Brieffreunden, die sie zum Teil bis zum Schluss begleitet hat.

Die Menschen, die die Todesstrafe befürworten, sprechen über die Häftlinge zumeist als „Bestien, Unmenschen und Monster“: „Sie haben es nicht anders verdient, als getötet zu werden!“

Skandale um die Hinrichtungen füllen die Zeitungen − zum Beispiel, wenn gefälschte Beweismittel auftauchen oder Unschuldige jahrelang in der Todeszelle sitzen mussten. Zudem stellt sich die grundsätzliche Frage nach dem Sinn staatlicher Exekutionen …

Dienstag, 11. November 2014, 19.30 Uhr
Stadtteilzentrum Schelmengraben
Hans-Böckler-Straße 5-7, 65199 Wiesbaden

Veranstalter: Amt für Soziale Arbeit – Stadtteilzentrum Schelmengraben in Kooperation mit der Initiative gegen die Todesstrafe E.V. und Amnesty International

Urgent Action USA: Drohende Hinrichtung von Anthony Haynes

Am 18. Oktober 2012 soll Anthony Haynes in Texas, USA hingerichtet werden. Haynes war 1999 für den Mord an dem Polizisten Kent Kincaid verurteilt worden. Zum Tatzeitpunkt im Mai 1998 war Haynes 19 Jahre alt. Während des Verfahrens waren immer wieder Vorwürfen über Rassendiskriminierung, unzulänglichen rechtlichen Beistand und Fehlverhalten der Justizbehörden erhoben worden. Wir appellieren an den Begnadigungsausschuss und den Gouverneur von Texas, die Hinrichtung von Anthony Haynes auszusetzen und das Todesurteil umzuwandeln. Ihr könnt uns ganz einfach unterstützen.

Das Bundesberufungsgericht für den fünften Bezirk entschied 2009, dass Anthony Haynes ein neues Verfahren erhalten könnte. Diese Entscheidung wurde vom Obersten US-Gericht jedoch wieder aufgehoben, es verwies den Fall zurück an das Bundesberufungsgericht. Diesmal bestätigte das Gericht das Todesurteil, obwohl es erklärte, dass die „Indizienhinweise auf eine vorsätzliche rassistische Diskriminierung in diesem Fall“ einen „gewissen Überzeugungswert“ haben. Dabei kam auch zur Sprache, dass der Richter bei der Befragung der potentiellen Geschworenen mit der Reinigung von zwei Waffen beschäftigt war. Ein solches Verhalten sei „nicht löblich“, erklärte das Gericht, es lehnte aber den Antrag ab, die Entscheidung des Richters aufgrund seines Verhaltens aufzuheben.

Bitte setzt Euch dafür ein, dass Anthony Haynes nicht hingerichtet wird und das Todesurteil umgewandelt wird. Bitte schreibt Eure Appelle möglichst sofort, so dass sie noch vor dem 18. Oktober 2012 eintreffen.

>> Weitere Informationen zu dem Fall, Formulierungsvorschläge und Adressen gibt es auf der Website von Amnesty Deutschland.